Vom 09. August 2012

Viele Kunden ziehen Prepaid vor

Viele Kunden ziehen Prepaid vor © Mario Vedder/ dapd

Immer mehr Mobilfunkkunden ziehen Prepaid-Angebote den klassischen Verträgen vor. Der Grund sind die fehlenden langfristigen Bindungen.

Die Zahl der Mobilfunkkunden, die sich bewusst für eines der Prepaid-Angebote entscheiden und dieses den klassischen Verträgen vorziehen, steigt weiter. Vor allem das Fehlen einer langfristigen Bindung sorgt für die wachsende Beliebtheit der Prepaid-Tarife. Darüber hinaus sind die Prepaid-Tarife für Telefonie, SMS und mobiles Internet in den letzten Jahren günstiger geworden und stehen den Vertragsangeboten nicht mehr nach.

Nahezu jeder Handy- oder Smartphone-Besitzer hat sich schon einmal mit dem Angebot der Verträge von verschiedenen Mobilfunkanbietern auseinandergesetzt. Vor allem die hohe Angebotsdichte gestaltet sich für den Laien häufig erdrückend und scheint nahezu undurchsichtig zu sein. Für Verwirrung sorgen unterschiedliche Bedingungen und verschiedene Minutenpakete gleichermaßen. Häufig sind einzelne Bedingungen mit Sternchen gekennzeichnet, die den Eindruck der fehlenden Transparenz verstärken. Ein weiterer Negativpunkt sind Bereitstellungspreise, die noch immer bei vielen Providern anfallen.

Fast jeder Anbieter, der mittlerweile auf dem Mobilfunkmarkt präsent ist, schnürt einzelne Pakete für bestimmte Zielgruppe und sorgt so für eine noch höhere Angebotsdichte auf dem Markt. Um einen Überblick über die Tarife zu bekommen, müssen sich Verbraucher intensiv mit dem Thema auseinandersetzen. Hierfür fehlt vielen Kunden jedoch die Zeit. Die Prepaid-Karten scheinen für viele Verbraucher ein entsprechender Ausweg zu sein. Sie existieren bereits seit 1996 und mussten sich etappenweise den Verträgen geschlagen geben, haben dann jedoch wieder deutlich an Beliebtheit gewonnen. Die erste Prepaid-Karte wurde einst von Walter Siebel Elektronik angeboten. Er bewarb sie als Siebel’s Guthabenkarte. Später setzte schließlich Mannesmann Mobilfunk auf die gleiche Idee.

Im Zuge dessen wurde die CallYa-Karte geboren. Fast alle Mobilfunkanbieter halten mittlerweile entsprechende Karten bereit. Über derlei Produkte verfügen mittlerweile auch die Lebensmitteldiscounter. Sie sind meist an große Betreiber wie die Deutsche Telekom, E-Plus oder auch O2 gebunden. Die Kostenkontrolle gilt als größter Vorteil einer Prepaid-Karte. Sie basiert grundsätzlich auf einem Guthabenkonto und kann nur so lange genutzt werden, wie sich ein gültiges Guthaben auf der Karte befindet. Der Nutzer muss vor der Benutzung einen bestimmten Betrag aufladen. Sobald das Guthaben aufgebraucht ist, sind bei der Prepaid-Karte keine Telefonate, Internetaktivitäten oder SMS-Konversationen mehr möglich.

Demnach kann der Kunde genauestens bestimmen, wie viel Geld für die Dienste ausgegeben wird. Die Flexibilität ist ein weiterer Vorteil der Prepaid-Karte. So sind die Mobilfunkkunden bei diesen nicht über Jahre hinweg an ein Angebot gebunden. Sie können problemlos das Angebot eines anderen Prepaid-Anbieters in Anspruch nehmen. Das Aufladen des Guthabens ist mittlerweile problemlos an mehreren Stellen möglich. Mittlerweile bieten die Provider an dieser Stelle auch gewisse Servicelösungen an.

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