Vom 08. November 2012

Blackberry: RIM treibt Smartphone-Plattform voran

Blackberry: RIM treibt Smartphone-Plattform voran © Matt Dunham/AP/dapd

Der kanadische Blackberry-Hersteller sieht in der neuen Smartphone-Plattform den eigenen Hoffnungsträger. Nun soll die Plattform weiter vorangetrieben werden.

Seit Monaten kämpft der kanadische Blackberry-Hersteller mit einem schrumpfenden Marktanteil. Nun sieht das Unternehmen in der neuen Smartphone-Plattform seinen Hoffnungsträger. Um mit der Konkurrenz wieder Schritt halten zu können, bemüht sich Blackberry damit, die neue Plattform voranzutreiben. Gemeinsam mit ihr erhofft sich RIM einen Ausweg aus der weiter anhaltenden tiefen Krise des Unternehmens. Am Freitag sprach Thorsten Heins, Vorstandschef von Research in Motion, mit Blick auf die neue Plattform von einem entscheidenden Meilenstein in der Entwicklung des Systems Blackberry 10.

In der vergangenen Woche ist das System nach Angaben von Heins bei mehr als 50 Mobilfunkbetreibern in die Testphase aufgenommen wurden. Weitere Netzbetreiber sollen nach Angaben von RIM in den kommenden Monaten folgen. Die ersten Reaktionen, die von Seiten der Mobilfunkanbieter bekannt wurden, fielen Berichten zufolge positiv aus. Ursprünglich wollte Research in Motion Blackberry 10, sowie die ersten Geräte bereits im laufenden Jahr herausbringen.

Schließlich musste das Unternehmen den Starttermin, der für Ende Juni vorgesehen wurde, auf das erste Quartal 2013 verschieben. Auch weiterhin steckt Research in Motion tief in den roten Zahlen. Nun beschloss der einst erfolgreiche Handyhersteller insgesamt 5000 von seinen ursprünglich 16.500 Stellen zu streichen. Inzwischen wollten offenbar auch die treuesten Kunden von RIM, zu denen vor allem die US-Behörden wie das Verteidigungsministerium gehören, über einen Einsatz für die Smartphones nachdenken.

Mit dem neuen System möchte sich der kanadische Smartphone-Pionier vor allem an Unternehmenskunden wenden. Im Visier hat RIM zudem Nutzer von vernetzter Kommunikation. Um dies zu erreichen, hat RIM Blackberry 10 mit gewissen Neuheiten ausgestattet. So kann zum Beispiel der Unternehmensbereich von der privaten Nutzung des Smartphones getrennt werden. Außerdem verfügt es über eine neuartige Gestensteuerung, sowie eine Technik, die nach Erklärungen von Research in Motion, die besonders schnelle Eingabe von Texten ermöglichen soll. Bei ihr handelt es sich um eine virtuelle Tastatur, die bereits nach wenigen Buchstaben entsprechende Begriffe vorschlägt. Sie können durch eine Fingerbewegung ausgewählt werden.

Nach Angaben von RIM soll das neue Smartphone-Portfolio insgesamt sechs Geräte umfassen, die mit Blackberry 10 arbeiten. Den Start legt ein Smartphone hin, das mit einem Touchscreen ausgestattet ist. Es soll im ersten Quartal des kommenden Jahres auf den Markt kommen. Im Anschluss soll ein Gerät auf den Markt eingeführt werden, das über eine physikalische Tastatur verfügt. Sie ist eines der Markenzeichen von Blackberry. RIM plant jeweils drei Geräte für beide Merkmale. Sie sollen in unterschiedlichen Preis- und Ausstattungsklassen etabliert werden.

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