Vom 05. Dezember 2012

20 Jahre SMS: Kurznachrichten weichen immer mehr anderen Diensten

20 Jahre SMS: Kurznachrichten weichen immer mehr anderen Diensten © Michael Kappeler/dapd

Am 3. Dezember 1992 wurde weltweit die erste SMS verschickt. Auch wenn es anschließend noch etwas dauerte, haben sich die Kurznachrichten via Handy spätestens Ende der 90er-Jahre in der Gesellschaft etabliert und nahezu unentbehrlich gemacht. Zum 20-jährigen Jubiläum der SMS zeigt die Tendenz dagegen inzwischen bergab.

Aufgrund der steigenden Zahlen mobiler Endgeräte wie Smartphones oder Tablets verfügen mittlerweile immer mehr Menschen praktisch überall über einen Internetanschluss, was von vielen dazu genutzt wird über verschiedenste Wege Nachrichten zu übermitteln, die via Internet im Gegensatz zur SMS kostenlos sind, vorausgesetzt man verfügt über eine Flatrate, die bei mobiler Internetnutzung aber fast üblich ist.

Zwar gibt es auch für SMS Flatrates, doch wählen dennoch immer mehr Menschen einen anderen Weg, um mit Freunden und Bekannten zu kommunizieren. Besonders die großen sozialen Netzwerke wie Facebook oder auch eigenständige Messenger wie iMessage von Apple oder WhatsApp bedeuten für die SMS eine große Konkurrenz.

Laut einer Analyse der Marktforscher von Ovum mussten die Mobilfunk-Anbieter rund um den Globus durch die Ablösung der SMS durch andere Dienste knapp 14 Milliarden Dollar Einbußen hinnehmen. Und aufgrund der stetig wachsenden Popularität der Online-Alternativen schätzen die Marktforscher die Höhe der Einbußen sogar auf 54 Milliarden Dollar.

Verständlich ist es dabei durchaus, dass die SMS an Beliebtheit verliert, sind doch nach wie vor nicht mehr als 160 Zeichen möglich, was auf die Ende der 80er-Jahre bei der Entwicklung des GSM-Mobilfunk-Standards verwendete Technik zurückzuführen ist. Zumindest haben die Netzbetreiber die Zeichen der Zeit inzwischen erkannt und mit Joyn einen neuen Multimedia-Dienst entwickelt, mit dem der Erfolg der SMS fortgesetzt bzw. neu aufgelegt werden soll. Nachdem vor rund zehn Jahren mit der MMS, die bis heute nicht wirklich angekommen ist, ein erster Versuch in dieser Hinsicht mehr oder weniger gescheitert ist, bleibt abzuwarten, ob es den Netzbetreibern diesmal gelingt, verlorenes Terrain zurückzuerobern.

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